Ein Kopf Rotkohl bringt gut zwei Kilogramm auf die Waage und besteht aus dicht gepackten, festen Blättern. Mit dem Messer ist das eine halbe Stunde Arbeit mit ungleichem Ergebnis. Hier zeigt ein Gemüsehobel seinen Nutzen deutlicher als bei jedem anderen Gemüse.
Warum gleichmäßige Streifen beim Schmoren zählen
Rotkohl gart über eine Stunde. Dicke und dünne Streifen im selben Topf bedeuten, dass ein Teil längst zerfallen ist, während der Rest noch quietscht. Beim Schmoren fällt das stärker auf als bei kurz gegartem Gemüse. Welche Arbeitsbreite die verschiedenen Bauarten bieten, zeigt https://benriner.com.de/.
Der Kopf muss vorbereitet werden
Vierteln Sie den Kohl und schneiden Sie den harten Strunk keilförmig heraus, bevor Sie zum Hobel greifen. Der Strunk ist der Grund, warum die Klinge blockiert und die Hand plötzlich abrutscht. Die äußeren, welken Blätter kommen vorher ab.
Die Breite ist der begrenzende Faktor
Ein Kohlviertel ist breiter als die Bahn eines schmalen Hobels. Für ganze Köpfe lohnt sich deshalb ein breites Gerät, während man mit dem klassischen schmalen Modell die Viertel noch einmal halbieren muss.
Schnittstärke für Rotkohl
Für geschmorten Rotkohl haben sich zwei bis drei Millimeter bewährt, für rohen Krautsalat eher ein bis zwei. Zu fein gehobelt fällt geschmorter Kohl vollständig zusammen und wird zu Mus.
Die Hand rutscht, wenn der Kohl bricht
Kohlviertel sind hart und geben unter Druck ruckartig nach. Beachten Sie deshalb ein paar Punkte:
- Handschuh anziehen, bevor der erste Schnitt gemacht wird.
- Den Hobel mit beiden Enden sicher abstützen, nicht frei halten.
- Die Schnittfläche des Viertels flach auf die Bahn legen.
- Gleichmäßig schieben, nicht mit Schwung durchdrücken.
- Den letzten Rest mit dem Messer zerkleinern statt zu hobeln.
Farbe hält sich mit Säure
Rotkohl verliert beim Garen sein Rot und wird bläulich, wenn keine Säure dazukommt. Apfel, Essig oder Rotwein halten die Farbe. Mit dem Hobel geschnittener Kohl nimmt die Marinade schneller an, weil die Streifen gleich dünn sind.
Die Küche bleibt nicht sauber
Rotkohl färbt Hände, Brett und Kunststoff. Spülen Sie Gerät und Arbeitsfläche direkt nach dem Hobeln ab, dann bleibt nichts zurück. Ein Tropfen Speiseöl auf einem Tuch nimmt hartnäckige Verfärbungen am Rahmen auf.
Wann sich der Aufbau nicht lohnt
Für eine Handvoll Kohl als Beilage ist der Hobel überdimensioniert. Er rechnet sich ab dem halben Kopf, also dort, wo Sie ohnehin mehrere hundert gleiche Streifen brauchen und das Messer eine halbe Stunde beschäftigt wäre.